Deutschland stöhnt derzeit über die Temperaturen von bis zu 37 Grad, Bordelle und Prostituierte stöhnen ebenfalls, aber nicht wegen der Hitze sondern wegen des Ausbleibens von Kunden während der Fußball-WM. War es vor Jahresfrist noch die Wirtschaftskrise, die vor Bordellen und Huren nicht Halt machte und das Geschäft mit der käuflichen Liebe schlecht laufen ließ, ist inzwischen in vielen Bordellen wegen König Fußball bei etlichen leichten Mädchen Kurzarbeit angesagt.
Manche Bordelle und Prostituierte berichten, dass Verdienste zum Teil bis zu zwei Drittel eingebrochen sind. Bei der Wohnungsprostitution haben die Damen des horizontalen Gewerbes mit Umsatzeinbrüchen von rund dreißig bis vierzig Prozent zu kämpfen. Viele der im Rotlicht-Milieu tätigen Frauen müssen sogar zwischenzeitlich wieder in ihren alten Jobs arbeiten oder sind auf Hartz IV angewiesen.
Das Geschäft mit dem käuflichen Sex, wie man ihn noch vor Jahren kannte, läuft derzeit schlecht. Desweiteren gehen „Männer während der Fußball-WM seltener zu Prostituierten“, so ein Bordellbetreiber. Nur "hochpreisigere Damen", beispielsweise im Bereich von Escortservices oder Frauen die erotische „Wellness“-Massagen anbieten, verdienen weiterhin gut.
Als Weg aus der Krise der Bordelle haben deshalb einige Zuhälter und Huren ihr Serviceangebot angepasst. Waren beispielsweise Tantra-Massagen oder Body-to-Body-Massagen nur in einschlägigen Massage-Studios zu finden, machen Bordelle jetzt ebenfalls auf Wellness und bieten Erotik-Massagen bis zur totalen Entspannung an. Musste früher noch für jede Zusatzleistung extra bezahlt werden, sollen nun ebenso Inklusivservices wie etwa ganze Stunden inklusive aller Extras für bspw. rund 200 Euro, der schwächelnden Branche aus ihrem derzeitigen Tief helfen.
Sex Up, Foto: (c) Pavel Losevsky, fotolia.com
Tags: Bordelle, Erotik, Erotik-Massagen, Fußball-WM, Huren, Prostitution, Sex, Wirtschaftskrise