Der Schiedsrichterskandal um den früheren DFB-Schiedsrichter Manfred Amerell geht nun in die nächste Runde und droht immer mehr zu einer Schlammschlacht zu werden. Der Deutsche Fußballbund (DFB) will seinen ehemaligen Funktionär nach dessen jüngsten Anschuldigungen, vor allem gegen DFB-Präsident Theo Zwanziger, laut diversen Medienberichten verklagen.
Der DFB kündigte nun eine Strafanzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung an. Der 63-jährige Ex-DFB-Schiedsrichter hatte in verschiedenen Medien dem DFB-Chef eine einseitige Aufklärung im DFB-Schiedsrichterskandal vorgeworfen und öffentlich der „Günstlingswirtschaft“ beschuldigt.
Zu den Anschuldigungen, die Herr Amerell unter anderem in der Fernsehsendung „Kerner“ geäußert hat, sagt DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach bereits vor einigen Tagen: „Die von Herrn Amerell gegen den Verband und unseren Präsidenten Dr. Theo Zwanziger erhobenen Vorwürfe sind völlig absurd. Sie sind der verzweifelte Versuch, von seinem gravierenden Fehlverhalten abzulenken.“
Amerell wird beschuldigt Unparteiische sexuell belästigt zu haben. Der 63-Jährige selbst bestreitet dies jedoch aufs Schärfste.
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