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Wirtschaftszweig Sex – “Das Geschäft mit der käuflichen Liebe”


 
21. September 2011 |

Wirtschaftszweig Sex - "Das Geschäft mit der käuflichen Liebe" 

TV-Tipp: "Tempel der Lust – Das Geschäft mit der käuflichen Liebe". In Deutschland nehmen jeden Tag schätzungsweise 1,2 Millionen Männer die Dienste von Prostituierten in Anspruch. Ein Großteil besucht dafür ein Bordell.

Deren Betrieb war lange Zeit rechtlich nicht ganz legal, denn die "Förderung der Prostitution" galt als Straftatbestand. Nach der Legalisierung des Prostitutionsgewerbes im Januar 2002 folgte ein Strukturwandel der Branche. Findige Unternehmer drängten auf den Markt, GmbHs, die auf moderne Marketingstrategien setzen. Sie werben mit markigen Slogans, um sich vom üblichen Schmuddelimage des Rotlichtmilieus zu distanzieren. Der Puff der Gegenwart heißt: Saunaclub, Wellnessoase, Laufhaus oder FKK-Tempel. Geschätzte 14,5 Milliarden Euro (lt. ZEIT online), setzt das horizontale Gewerbe heute jährlich um.

SPIEGEL TV beleuchtet die Vielfalt dieses Wirtschaftszweiges: vom Edeletablissement in Österreich, dem luxuriösen deutschen Swingerclub in einem denkmalgeschützen Schloss bis zum Bordellimperium in der Schweiz. Gezeigt wird aber auch der neu eröffnete Nobelpuff am Rande einer katholischen Kreisstadt in Hessen, dessen Bau selbst im dritten Jahrtausend für kontroverse Diskussionen innerhalb der Bevölkerung sorgt.

Auch wenn sich die "Freudenhäuser" im Laufe der Jahre gewandelt haben, es sind überwiegend Frauen, die den Kunden zu Dienste sind. Ohne Hetären, Hübschlerinnen und Huren, wie Prostituierte über die Jahrhunderte hinweg unterschiedlich genannt wurden, würde kein Bordellbetrieb der Welt funktionieren – Liebesdienerinnen gab es vom Altertum bis in die Neuzeit, allerdings meist von Männern organisiert bzw. dominiert und von staatlicher Macht instrumentalisiert.

Heute gibt es immerhin auch Ausnahmen – geschäftstüchtige Frauen, die selbstständig arbeiten, die eigene Bordelle oder auch SM-Clubs leiten, die das Geschäft mit der käuflichen Liebe auch ohne Dominanz männlicher Zuhälter betreiben. Die große Samstags-Dokumentation beschäftigt sich mit den vielfältigen Möglichkeiten der organisierten käuflichen Liebe, beobachtet die unterschiedlichen Akteure bei ihrer Arbeit und gewährt einen diskreten Blick hinter die Kulissen der Betriebe. Die große Samstags-Doku bei VOX am 29.10.2011 um 20.15 Uhr.

Sex Up / Foto: (c) Foto: VOX/Spiegel TV/VP

 

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